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Besuch des zdi-Schülerlabors investMINT Oberberg

Im Februar haben alle vier EF-Kurse des Faches Sozialwissenschaften das zdi-Schülerlabor am Berufskolleg in Gummersbach-Dieringhausen besucht. In dem Schülerlabor simulieren die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang ein produzierendes Unternehmen. In fünf verschiedenen Abteilungen arbeiten sie an der Umsetzung eines gemeinsamen Ziels. Dabei wird unternehmerisches Denken und Handeln sehr realitätsnah vermittelt. Am Ende des Tages steht ein ganz eigenständig entwickelt und produziertes Produkt, ein unzerstörbarer Plastikbecher, der mit nach Hause genommen werden darf. Im Folgenden schildern beispielhaft Schülerinnen und Schüler aus den einzelnen fünf Abteilungen ihre Tätigkeiten und Eindrücke während des Besuchs:
 
1. Geschäftsführung (Chefs)
„Unsere Aufgaben standen fest und das Wichtigste war die Kommunikation. Die Kommunikation musste zwischen allen stimmen und dafür mussten wir sorgen. Wir waren unter anderem dafür verantwortlich, stets das Telefon im Auge zu behalten, um Fragen der „Mitarbeiter" zu klären. Des Weiteren haben wir dafür gesorgt, dass alle anderen Bereiche genügend „Mitarbeiter“ zur Verfügung hatten. Noch dazu, haben wir zwei Mitarbeiter-Meetings und je eine Präsentationen dafür vorbereitet. Am Ende des Tages, hatten wir eine vernünftige „Firma“ aufgestellt und waren sehr zufrieden mit unserem Ergebnis und den „Mitarbeitern“, die dafür sorgten. Wir haben gemerkt, wie wichtig der Bereich des Chefs ist.“ (L.I. und K.S.)
 
2. Design und Marketing
„Wir aus der Marketing-Abteilung haben den ersten Teil des Tages mit der Bestimmung der Farben und der Berechnung des passenden Preises verbracht. Dazu haben wir eine Umfrage gemacht, bei der jeder Kunde seine bevorzugte Farbe und einen für ihn guten Preis nennen durfte. Diese Informationen mussten wir dann an das Technik-Team und das Finanz- Team weitergeben, damit die Produktion losgehen konnte und die Kosten berechnet werden konnten.
Im zweiten Teil des Tages haben wir uns um die Werbung gekümmert, indem wir ein Werbeplakat angefertigt und einen Werbefilm gedreht haben, um unseren Becher gut verkaufen zu können. Dazu haben wir eigenständig Bilder gemacht und Videos gedreht und diese dann am Computer mit dazu vorgesehen Programmen bearbeitet. Am Ende des Tages konnten wir unserer Firma einen Werbespot und ein großes Plakat vorstellen.“ (A.N.)
 
3. Technik
„Das Technik-Team war für die Produktion der Kunststoffbecher zuständig. Zu fünft rechneten wir aus, wie viele Becher wir in der Maschine produzieren könnten und wie viel an Material wir dafür brauchen würden. Wir beschäftigten uns mit den Funktionen und der Bedienung verschiedener Maschinen wie z.B. dem Trockner für das Polycarbonat (das Polycarbonat musste 4 Stunden lang getrocknet werden), der Kunststoffspritzgießmaschine und dem 3D-Drucker. Wir planten in einer Stunde circa 120 Becher in zwei Farben zu produzieren.
Am Ende des Tages waren es 129 Becher und wir brauchten 9,8 Kg Polycarbonat und Farbpigmente in blau und lila. Uns Allen machte der Tag viel Spaß und wir hoffen auf weitere Erfahrungen wie diese.“ (L.S.)
 
4. Forschung
„Unsere Aufgaben bestanden darin, durch verschiedene Tests und Experimente das perfekte Material für den zu produzierenden Becher zu finden. Da das ausgewählte Material allerdings nur zu verwenden war, wenn alle Feuchtigkeit verschwunden war, mussten wir diese Feuchtigkeitsentwicklung im Auge behalten und konnten dem Technik-Team erst dann zur Produktion raten, als das Material vollends trocken war. Damit lag große Verantwortung auf uns, da wir so schnell handeln mussten, dass genügend Zeit für die Produktion blieb. Insgesamt waren wir als Team aber erfolgreich und hatten viel Spaß!“ (H.G.)
 
5. Finanzen
„Bis zum ersten Meeting war es unsere Aufgabe, den Verkaufspreis pro Becher zu berechnen, so dass unsere Ausgaben gedeckt wurden. Dazu haben wir unsere Produktionskosten, den Gebäudeunterhalt und die Personalkosten in eine bereits vorhandene Exel-Tabelle eingetragen, sodass der Computer damit den Verkaufspreis errechnen konnte. Bis zum zweiten Meeting sollten wir den berechneten IST-Preis auf 3 Euro herunterrechnen, um der Nachfrage entgegen zu kommen. Dazu haben wir uns überlegt, dass wir in eine andere Maschine mit einer höheren Produktion investieren und somit den Verkaufspreis verringern. Nach einigem Hin und Her haben wir es geschafft, einen Verkaufspreis von genau 3 Euro zu erreichen, da wir als Gruppe gut zusammengearbeitet haben und viel Spaß beim Lösen unseres anfänglichen Problems hatten.“ (L.R.) 
 
M. Zangrando für die Fachschaft Sozialwissenschaften