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Freusburgfahrt 2016




Erster Tag

Am Montag, den 26.9.2016, fuhren wir mit zwei Reisebussen zur Freusburg. Die Eltern winkten uns noch durch‘s Fenster und wir zurück. Dann ging‘s los. Der Bus fuhr über Brücken, durch kleine Dörfer und Orte, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört hatte. Man sah total viele schöne alte Schlösser. Schließlich kamen wir an einem Berg an, der zur Burg führte - und mussten ihn leider erst noch hochlaufen. Aber zum Glück ohne unsere Koffer. Es war trotzdem sehr anstrengend! Trotz aller Schinderei kamen wir endlich oben an. Dann wurde unser Gepäck nach und nach ausgeladen und die Zimmer wurden verteilt. Wir waren sehr gespannt, was uns als Nächstes erwarten würde.

Es nannte sich „Erlebnispädagogik“ und dort konnten wir Spiele spielen und einen Wasserball mit Matsch und Ästen umwickelt in den Burggraben schmeißen (aber fast keiner hat es geschafft, dass er nicht geplatzt ist) und schließlich wurden wir alle feierlich zum Ritter geschlagen. Die Parole war: „Wir sind ein - Team!“
Man kann aber nicht sagen, dass wir an diesem Abend alle sofort todmüde ins Bett gefallen sind...

Zweiter Tag

Es war schön, mal den Vormittag frei herumzuspielen, aber wir freuten uns alle auch schon sehr auf das Bergwerk am Nachmittag. Nach dem Mittagessen ging es dann schließlich los: Wir mussten erst wieder nach unten zur Bushaltestelle und fuhren dann mit einem Bus zum Bergwerk. Dort wurden wir erstmal in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir mussten in eine Art Zug steigen, der uns in das Innere des Berges brachte. Als wir ca. 10 Minuten gefahren waren, hielt der Zug und wir stiegen aus. Ein älterer Herr mit Bart führte uns durch das Bergwerk. Es war super, dass man anhand von Puppen, die im Bergwerk standen, gesehen hat, wie die Leute früher gearbeitet haben.

Nun gingen wir zu ein paar alten Bohrmaschinen und ein paar Schüler durften mal eine ausprobieren. Die war sehr laut und schwer. Außerdem gab es noch einen Bergfluss. Das Wasser war glasklar. Und wir haben Stalaktiten und Stalagmiten entdeckt! Fast am Ende der Führung durften wir noch sehen, wie der Sprengmeister gearbeitet hat - leider aber nur an einer Puppe. Schade, dass dann die Führung zu Ende war. Wir fuhren mit dem Zug wieder an die Oberfläche. Dort mussten wir uns erstmal wieder aufwärmen, denn ihr müsst wissen, dass es da unten sehr kalt war.

Die Fahrt zurück zur Freusburg war echt lustig, denn die Jungs haben sich mit einer alten Smartie-Verpackung beworfen und wir anderen haben unsere Lehrer genervt und uns kaputtgelacht. Dieses Erlebnis war sehr, sehr, sehr schön! 

Dritter Tag

Heute war die Burgrally dran. Dazu wurden wir in Gruppen eingeteilt. Wir bekamen ein Blatt, auf dem draufstand, was wir finden sollten. Dafür mussten wir quer durch die Burg laufen. Die eine Figur war am schwersten zu finden, sie war auf dem Küchenschrank versteckt. Und dass das da draußen auf dem Hof ein Kompass ist, hat man kaum erkennen können. Aber wir hatten es schließlich geschafft und die Blätter wurden alle eingesammelt und korrigiert. Das war sehr aufregend gewesen und hatte auch viel Spaß gemacht.

Aber noch toller war der Töpfernachmittag! Das Töpferstudio war im Schlossgarten der Freusburg. Uns kam erstmal ein bellender Hund entgegen, dann betraten wir die Töpferstube. Sie war gemütlich eingerichtet. An einem großen Tisch begrüßte uns Rainer, der Töpfer, und brachte uns, nachdem er sich vorgestellt hatte, einen großen Klumpen Ton. Wir bekamen jeweils ein kleines Stück. Er hat uns ein paar Sachen gezeigt, die wir töpfern konnten: Es gab Tassen, Anhänger, Elefanten und Schüsseln zur Auswahl. Jeder suchte sich eine dieser Sachen aus und töpferte sie, aber man konnte sich auch kreativ etwas Eigenes ausdenken.

Danach zeigte Rainer uns eine echte Töpferscheibe. Wir haben alle unseren Finger in einen Wassereimer getunkt und ihn dann auf ein Stück Ton auf der Drehscheibe gehalten, so dass für jeden eine kleine Fingervase herauskam. Sogar unsere Klassenlehrer bekamen eine eigene Vase. Außerdem machte uns Rainer noch eine große Klassenkasse, die man kaputthauen muss.

Manche sind dann noch ein bisschen bei dem süßen Hund geblieben.

Es war ein sehr schöner Ausflug und er hat viel Spaß gemacht.

Als es am Abend dunkel wurde, trafen wir uns dann alle zur Nachtwanderung an der Feuerstelle hinter der Burg. Da bekam jeder ein buntes Knicklicht. Dann stellten wir uns klassenweise auf und marschierten los. Also - schön einen Schritt nach dem anderen. Man hörte erst viele Geräusche, aber dann waren wir  leider zu laut. Zuerst sind wir auf einer Straße gelaufen, dann wurde es schwieriger und dunkler. Die ersten haben mit ihren Bändern rumgespielt und die sind dann aufgeplatzt und haben irgend so eine neonfarbige Flüssigkeit auf den Klamotten verteilt. Im bunten Farbenrausch gingen wir weiter und winkten mit den Lichtern. Eine ist dann gestolpert und hingefallen, aber der Herr Lepsius hat sie schnell verarztet und dann war alles wieder gut. Da waren auch Pferde, die uns nachliefen, so lange sie konnten. Schließlich kamen wir alle heil wieder an der Freusburg an und lachten, denn es hatte viel Spaß gemacht.


Vierter Tag

Nach dem Frühstück ging es los mit der großen Waldrally. Als erstes mussten wir an einem Brunnen vorbei, danach an einer Kirche, die wir abzeichnen mussten, und dann ging‘s in den Wald. Dort suchten wir eine Jägerhütte und zählten die Sprossen einer Hochsitzleiter. Wir mussten auch den Namen einer bestimmten Pflanze erraten, die lila war, und einen kleinen Grasberg runtergehen und gucken, welche Fische in den Teichen gezüchtet werden. Irgendwann kamen wir an eine Eisentür und versuchten zu erraten, wofür sie mal gedient hat. Wir dachten, es wäre vielleicht ein Atombombenbunker oder eine Toilette für die Jäger. Auf dem Weg zurück zur Freusburg sammelten wir noch einige Naturgegenstände in eine Biotüte. Das mussten wir dann bei der Burg alles abgeben. Das war ein sehr schöner Ausflug!

Nach einigen Spielen mit unseren Paten am Nachmittag bereiteten wir uns auf unser Abschlussfest vor, den „bunten Abend“. Sogar Herr Schneider, der Erprobungsstufenkoordinator, kam zu uns. Die einzelnen Schüler durften singen, tanzen oder auf Instrumenten spielen. Es gab richtig tolle Beiträge! Als erstes hat Frau Macht am Klavier gespielt, um den bunten Abend zu beginnen. Als die Lehrer mit uns gesungen haben, war das richtig schön. Eine Klassenkameradin sang ein Lied aus dem Mulan-Projekt, andere machten eine Menschenpyramide. Unsere Paten hatten auch einen Beitrag und veranstalteten ein Quiz. Das war sehr lustig. Zum Schluss bekamen wir auch noch Belohnungen für die besten Zimmer. Und der Herr Strippel hat als Gutenacht-Lied „Ich lass los“ am Klavier gespielt.
Schade, dass es so schnell vorbei war. Diesmal fielen wir ziemlich schnell müde in unsere Betten. Nur manche blieben die letzte Nacht wach.

Fünfter Tag

Bedauerlicherweise mussten wir am nächsten Morgen direkt nach einem reichhaltigen Frühstück wieder nach Hause aufbrechen und fuhren nach dem Fußmarsch den Berg hinunter schließlich im Reisebus wieder zurück nach Nümbrecht. Wir kamen sogar früher an als geplant, so dass einige Eltern noch nicht da waren. Aber die kamen dann noch. Und viele freuten sich nun doch auch wieder auf zu Hause. Aber es war wirklich eine schöne Klassenfahrt!


(Autoren: Schüler und Schülerinnen der Klasse 5a, Jovanka Macht)