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Differenzierungsbereich WP II

Wahlpflichtangebot für die Klassen 8 und 9

Der Wahlpflichtbereich (WPII) in Stichworten:
  • der WPII ermöglicht eine Schwerpunktsetzung für Schülerinnen und Schüler
  • es werden vier Klassenarbeiten pro Schuljahr geschrieben, eine davon kann durch eine Facharbeit ersetzt werden
  • die Kurse im WPII werden mit 2-3 Stunden pro Woche unterrichtet
  • die Note des WPII Kurses ist versetzungswirksam wie bei Fächern der Fächergruppe II
  • eine Umwahl ist nur in begründeten Ausnahmefällen bis zum Ablauf des ersten Halbjahres der Klasse 8 möglich und ab hier dann die verschiedenen Angebote:


1. Kurs Italienisch
Download weiterer Informationen zu Italienisch


2. Kurs MuK (Musik und Kunst)
(ab Schuljahr 2013/2014)

Erstmalig kann am HGN im kommenden Schuljahr für die zukünftige Klassenstufe 8 ein neues Fach, MuK angeboten werden. Die beiden Fachschaften Kunst und Musik haben deshalb ein gemeinsames neues Angebot entwickelt. MuK verbindet die Fächer Kunst und Musik und ist für alle Schüler gedacht, die sich neben dem Pflichtunterricht weiter kreativ und gestalterisch-praktisch betätigen wollen.

Kunst und Musik sind zwei menschliche Ausdrucksformen, die durch ihre Nichtsprachlichkeit eine große Nähe zu einander haben. Musiker haben sich immer wieder von bildhaften Darstellungen inspirieren lassen, während die bildenden Künste sich ebenfalls von der Musik zu einer Vielzahl von Werken haben beflügeln lassen. Es gibt inhaltliche Parallelen und Verbindungen zwischen beiden Fächern bzw. ähnliche Perspektiven auf verschiedene Fragestellungen. Das übergreifende Thema der Klasse 8 beschäftigt sich mit dem Begriff der „Jugendkultur“ unter Betrachtung von musikalischen sowie künstlerischen Aspekten. In der Klasse 9 beschäftigen wir uns mit dem Jahresthema „Manipulation und Realität“.

Der Unterricht ist hauptsächlich projektorientiert organisiert – die Schüler entwickeln in Kleingruppen und Teamarbeit eigenständige ästhetische Produkte, welche die beiden Fächer verbinden. Eine öffentliche Präsentation, der im Unterricht entstandenen Ergebnisse kann z.B. auch im Rahmen des Szenenwechsels, Aufführungen oder Ausstellungen (z.B. am Tag der offenen Tür) stattfinden.

Der Unterricht dieses neuen Kombinationsfaches soll nach dem unten stehendem Schema organisiert werden, was gewährleistet, dass beide Fächer jeweils einmal zum Schuljahresende versetzungsrelevant sind.

Dieses Fächerangebot ist vor allem für SchülerInnen geeignet, die sich gerne mit musikalischen und künstlerischen Inhalten beschäftigen. Ob am Keyboard oder mit dem Pinsel – im Fach MuK kann man sich ausprobieren unter dem Motto: Mit den Händen lernen. Die Fähigkeit, sich Unbekanntem zu öffnen und Geschmack zu entwickeln wird im Fach MuK ausgebildet.

Es werden – ebenso wie in den anderen Fächern des Differenzierungsbereichs – pro Halbjahr zwei schriftliche Leistungsnachweise erbracht. Ein Leistungsnachweis wird pro Halbjahr eine Klassenarbeit sein, der zweite schriftliche Leistungsnachweis erfolgt durch z.B. eine schriftliche Reflexion/ Darstellung/Vorstellung eines Projektes.
 

3. Kurs GL /Schülerfirma
Klasse 8
„Von den Erdölfeldern am Persischen Golf über die Textilfabriken in Bangladesch und ein Warenhaus in Deutschland bis zu einem Flüchtlingsschiff vor den Kanarischen Inseln„
Zu Beginn des Schuljahres lesen wir „Die Weltreise einer Fleeceweste“, eine spannende Geschichte über den Welthandel und die Globalisierung. Wolfgang Korn erzählt sehr anschaulich und verständlich, welche Orte auf der Welt mit der Produktion der Fleeceweste verbunden sind. Dabei deckt der Autor die tiefe Kluft  zwischen den Gewinnern und den Verlierern der Globalisierung auf. Die Schüler verfassen während der Lektüre ein Lerntagebuch und können so ihre Eindrücke festhalten.
Danach testen die Schülerinnen und Schüler selbständig Produkte oder Dienstleistungen, z.B. Lippenstift oder den Pizzabringdienst, ähnlich der Stiftung Warentest. Die Schülergruppen wählen ihr Thema selbst, organisieren sich selbständig die Prüfprodukte und überlegen sich Testkriterien und Untersuchungsmethoden für einen vergleichenden Warentest. Am Ende reichen sie einen Bericht ein, in dem sie ihren gesamten Test, die Durchführung und die Ergebnisse beschreiben.
Im zweiten Halbjahr nehmen wir an einem Wettbewerb teil, der sich mit dem Thema Internetrecherche beschäftigt. Zu Zweit müssen die Schüler Fragen mit Hilfe des Internets beantworten. Die Redaktion der Rundschau sucht zu diesem Anlass jährlich einige äußerst schwierige Fragen heraus, welche die Schüler vor Probleme stellen.
Das abschließende Projekt soll erst einmal offen bleiben. Die Schülerinnen und Schüler sollen hier ihre Wünsche und Ideen einbringen können.
 
Klasse 9
In der Klasse 9 werden die Schülerinnen und Schüler zu Unternehmern. Wir nehmen teil an einem Schülerfirmenprogramm des Instituts der deutschen Wirtschaft. Das Programm ist speziell auf die Anforderungen von Schülern ab der Klasse 7 zugeschnitten und erstreckt sich über ein Schuljahr.  Es unterteilt sich in eine Trainings- und eine Unternehmensphase, so dass alle nötigen  Kenntnisse und Fähigkeiten nach und nach erworben werden. Neben einer beruflichen Orientierung fördert die Teilnahme an der Schülerfirma  auch den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie selbstständiges, selbstverantwortliches Arbeiten und Teamwork.
Phase 1: Intensive Vorbereitung
Der Beginn eines Schuljahrs startet mit einer Orientierungsphase, in der etwa fünf Monate lang die Grundlagen von Wirtschaft und Betriebsführung vermittelt und die Schüler bei der Findung ihrer Geschäftsidee unterstützt werden.
Phase 2: Von der Idee zum Produkt
Nun folgt die Unternehmensphase, die mit der Gründung startet. Hier geht es vor allem darum, den Schülern Zeit und Raum für ihre Unternehmenstätigkeit zu geben. Die Buchführung erfolgt bequem und einfach über ein Onlineportal und die Schüler erhalten regelmäßig Feedback. Über die gesamte Dauer der Firmenexistenz werden die Schülerfirmen intensiv beraten und betreut.
 

4. Mit: Moderne Informationstechnologie
Der Kurs vermittelt schwerpunktmäßig Grundlagen im Fach Informatik und möchte den Schüler/innen Anwendungen zeigen, die sich mit Hilfe eines PCs lösen lassen (3 Halbjahre Informatik). Der Kurs zeigt im letzten Halbjahr, auf welchen physikalischen Grundprinzipien die moderne Computertechnik basiert. Dabei geht es um den grundlegenden Aufbau eines Computers sowie seine nachhaltige Energieversorgung (1 Halbjahr Physik).  

Halbjahr 8.1: Grundlagen der Informatik - Umgang mit Anwenderprogrammen 

In diesem Halbjahr soll die grundlegende Medienkompetenz im Umgang mit dem Computer anhand zweier bespielhaft gewählter Anwendungsprogramme geschult werden: Im Ersten Quartal lernen die Schüler mit dem Office-Programm Excel, wie die Entwicklung verschiedener Tierpopulationen (z. B. Schmetterlinge, Tiere im Jäger-Beute-Modell) von Jahr zu Jahr mit Hilfe von Formeln innerhalb von Tabellen simuliert werden kann. Die übersichtliche Erstellung von Grafiken wird trainiert. Die gelernten Techniken können auf verschiedene Beispiele übertragen werden (z. B. proportionale und antiproportionale  Zusammenhänge, Zinsentwicklung) und beziehen dabei auch Fachinhalte anderer Schulfächer mit ein. Im zweiten Quartal lernen die Schüler die Erstellung einer eigenen Homepage mit Hilfe eines Homepagedesignerprogramms. Dabei stehen auf der einen Seite inhaltliche Fragen (Gliederung und Darstellung des Themas) als auch methodische Fragen (Elemente einer Homepage und Umgang mit dem Programm im Vordergrund). Ziel ist am Ende, dass jedes Schülerteam seine eigene Homepage erstellt.


Halbjahr 8.2: Erlernen einer Programmiersprache

In diesem Halbjahr sollen die Schüler in die Grundlagen der Programmiersprache eingeführt werden. Dabei werden verschiedene Methoden der Informatik (einfache Objekte, Variablen, Prozeduren, Schleifen) verknüpft mit Inhalten, die entweder aus der Alltagswelt der Schüler stammen oder sich mit der Frage auseinandersetzen, wie Energie zum Benutzen von elektronischen Geräten eingespart werden kann. Als Programmiersprache wird Visual Basic verwendet: sie ist für die Schüler kostenfrei verfügbar und setzt die grundlegenden Programmierelemente in besonders einfacher jedoch optisch ansprechender Weise um, so dass die Schüler bereits nach wenigen Wochen erste Programme fertigstellen können. Als Beispielprojekte können genannt werden: ein Energiesparrechner, Kostenkontrolle beim Handy, Wie finanziere ich meinen Führerschein?, Umrechnen von Währungen im Urlaub usw.


Halbjahr 9.1: Anwenden einer Programmiersprache im Umgang mit Robotern

In diesem Halbjahr lernen die Schüler, wie man Roboter mit Hilfe von Motoren und Sensoren steuern kann. Innerhalb des „Bienenprojektes“ wird die Honigsuche der Biene mit Hilfe eines selbstgebauten Roboters simuliert. Mit Hilfe der Programmiersprache NQC erfolgt die Bewegung der Biene durch Ansteuerung der Motoren, durch die Sensoren wird der Aufenthaltsort der Biene im Vergleich zur Umgebung erfasst. Schließlich wird durch einen Greifarm die Honigaufnahme und Abgabe an den Bienenstock durchgeführt. In aufeinanderfolgenden Aufgabenschritten erlernen die Schüler, wie auch komplexe Bewegungsformen realisiert werden können. Die Programmierung baut auf den erlernten Grundlagen des zweiten Halbjahres auf, das Halbjahr ist dabei vollständig projektorientiert aufgebaut. Sehr gute Schüler können sich weiterhin mit der Fragestellung befassen, wie ein Roboter sich in einem Labyrinth berührungslos orientieren und fortbewegen kann. Im zweiten Teil des Halbjahres soll ein frei wählbarer Roboter gebaut werden, der eine selbstgewählte Aufgabe erfüllt.
 

Halbjahr 9.2: Physikalische Grundlagen der modernen Informationstechnik

Zunächst werden Möglichkeiten der nachhaltigen Energiegewinnung zur Nutzung elektronischer Geräte thematisiert, die regenerativen Energien Wasser- Wind- und Solarenergie werden dabei exemplarisch auf ihre Vor- und Nachteile hin untersucht. In Anwendungssituationen wird quantitativ gemessen, wie viel Energie jeweils von einer typischen Energiestation erzeugt werden kann . Ausgehend von der Funktionsweise der Solarzelle als Halbleiter, wird der Aufbau von Diode und Transistor als wesentliche Bausteine der modernen Computertechnik besprochen. Die grundlegenden Fragestellungen der Digitaltechnik (Wie funktioniert ein Computer? Wie werden Zahlen dargestellt? Wie können Computer rechnen?) können entweder durch Simulation entsprechender Programme (z. B. LogikSim) oder durch realen Aufbau mit Hilfe von Transistoren und anderen Bauteilen beantwortet werden.

Dabei wird erklärt, welche Anwendungen mit den grundlegenden logischen Schaltungen (Und-, Oder-, Nichtschaltung, Halbaddierer, Volladdierer, Decoder) gelöst werden können. Weitere Anwendungen sind Blinkschaltungen oder Alarmanlagen.

Der Mit-Kurs soll auf das Fach Informatik innerhalb der Oberstufe vorbereiten, indem der Umgang mit objektorientierten Daten und die Benutzung von Daten innerhalb von Datenbanken an einfachen Beispielen eingeübt werden. Der Mit-Kurs soll jedoch keine Voraussetzung für die Belegung des Faches Informatik in der Oberstufe sein. Es werden deshalb andere Programmiersprachen benutzt, als die, die für die Oberstufe zur Verfügung stehen werden.

5. Rund um die Ökologie
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